Haltung
Das Pantherchamäleon ist ein Einzelgänger und verhält sich gegenüber anderen Chamäleons sehr aggressiv. Furcifer pardalis ist sehr aktiv, weshalb empfohlen wird, ein einzelnes Exemplar in einem mindestens 100×60x100 cm (Mindestmaß Männchen) und mindestens 80×60x100 cm (Mindestmaß Weibchen) großen Terrarium zu halten. Ich möchte aber jedem Pfleger ans Herz legen, für Männchen die Terrarienhöhe auf mindestens 120cm und die Tiefe auf mindestens 70cm zu erhöhen. Für Weibchen empfiehlt sich eine Terrariendimension von 80×60x100 cm. Diese Terrarien kann man leicht und mit wenig Aufwand selber bauen.

Sorgen Sie für eine gute Belüftung und tagsüber für eine Temperatur
Sommer
: von 27-29 °C ( 35 °C unter Strahlern ) und nachts für 18-23 °C
Winter: von 20-24°C und nachts 16-20°C

Im Sommer können die Pantherchamäleons auch ins Freie. Hierzu nutzt man am Besten einen Gazebehälter. Diesen kann man ohne viel handwerkliches Geschick selber bauen. Man sollte im Gazeterrarium für ausreichend buschige Vegetation sorgen, damit sich das Chamäleon bei zu starker Sonneneinstrahlung verstecken kann. Ganz wichtig ist ein häufiges sprühen und tränken während des Aufenthaltes. Man sollte auch in ausreichendem Abstand einen Wärmespot zur Verfügung stellen, damit sich das Chamäleon bei Bedarf aufwärmen kann.

Da die Pantherchamäleons Regenwaldbewohner sind, benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese sollte bei etwa 70% liegen. Nach dem sprühen sollten jedoch 100% erreicht werden. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit neigt das Terrarium zur Schimmelbildung. Was vermieden werden kann, wenn das gesamte Terrarium einmal am Tag durchtrocknen kann. Übrigens empfiehlt es sich, das Terrarium in den frühen Morgenstunden über zu brausen. Was den natürlichen Morgentau simuliert. Um eine Wasseraufnahme von den Blättern zu gewährleisten, sollte man auch ca. 1 ½ – 1 Stunde vor dem Schlafen beregnen.


Ein großer Vorteil ist das Gewöhnen an Pipette. Hier wird das Chamäleon Tröpfchenweise von einer Einwegpipette oder Spritze getränkt, die leicht schräg vor den Kopf des Tieres gehalten wird. Im Krankheitsfall ist es auch leicht hierdurch Medikamente zu verabreichen.

Die Einrichtung des Terrariums ist das A und O. Wichtig sind kräftige und gesunde echte Pflanzen. Besonders geeignet sind fast alle Arten Ficus z.B. Ficus benjamin, Ficus alii und Ficus pumila. Der Ficus pumila ist eine ausgezeichnete Kletterpflanze. Nach kurzer Zeit bewächst er schön die Rückwand und bildet Ausläufer.

Außerdem ist der Kletterficus eine echte (ungiftige) Alternative zu Efeu. Welcher nicht zu verwechseln ist mit Efeutute, die man auch sehr schön zum bepflanzen eines Terrariums verwenden kann. Weiterhin ist als Hängepflanze und Rankpflanze der Philodendron beliebt. Auf jeden Fall, sollte das Terrarium für ein Pantherchamäleon schön dicht bepflanzt werden. (man sollte darauf Achten das das Tier nicht übermäßig viel von den Pflanzen frisst. Wenn dies der Fall ist sollte man diese entfernen da Ficusarten bei vermehrtem Verzehr für das Tier giftig sind)

Vor dem einsetzen der Pflanzen in das Bodensubstrat sollten diese kräftig abgebraust werden um eventuelle Pestizide abzuwaschen. Ein vorherigerer 14 tägiger Aufenthalt der Pflanzen im Wohnraum zum ausdünsten anhaftender Giftstoffe ist ratsam.

Der Bodengrund sollte als unterste Schicht aus Blähtonkugeln, Lakakugeln oder Seramis bestehen. Eine darauf liegende Vliesschicht oder Gazeschicht verhindert das vermischen des dann aufgebrachten Erde/HumusGemisches. Eine Substrathöhe von ca. 20-30cm ist angebracht um auch eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzielen. Der Bodengrund des Weibchens sollte sowieso diese Höhe aufweisen, um eine reibungslose Eiablage gewährleisten zu können.

Außerdem sollten im ganzen Terrarium viele senkrechte und waagerechte Kletteräste vorhanden sein. Es empfiehlt sich eine reichhaltige Auswahl der verschiedensten Stärken anzubieten. Sie sollten jedoch nicht zu glatt sein, wie Bambus etwa. Auch die Korkrückwande werden gerne als Kletterwand benutzt. Von den Kokosmatten möchte ich an dieser Stelle abraten, da es hier durch die Fasern zu schlimmen inneren und auch äußeren Verletzungen kommen kann.